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Making The Game – Teil 2: Was ist ein Natural User Interface (NUI)

Als Natural User Interface, oder auch NUI, bezeichnet man Bedienoberflächen die eine direkte Interaktion durch Tippen, Wischen oder simples Berühren ermöglichen.
Aber nicht nur Smartphone-Besitzern ist das Bedienen dieser neuen Art von Benutzeroberfläche bekannt, auch an Fahrkartenschaltern und Bankautomaten wird diese neue Technik bereits großflächig eingesetzt.
Während bisher künstliche Eingabegeräte wie Maus und Tastatur benötigt wurden um ein Gerät zu bedienen genügt mittlerweile, durch den Einsatz von berührempfindlichen Touchscreens, eine einfache Berührung mit dem Finger.
 
Die allseits bekannte grafische Benutzeroberfläche (GUI), welche sich hauptsächlich durch die Steuerung per Maus bedienen lässt, wurde durch diese direkte Steuerung hinfällig. Da das Berühren und Bedienen virtueller Objekte genau so natürlich wie das realer Objekte erfolgt, musste somit eine andere, neue Art der Benutzeroberfläche realisiert werden.
Während NUIs mit Single Touch-Technik, also nur einem Berührpunkt, den Finger ähnlich wie einen Mauszeigerersatz verwenden setzen Multi Touch Interfaces darüber hinaus auf die Steuerung mittels Gesten. Somit muss man sich um zum Beispiel einen klein geschrieben Text oder ein Bild zu vergrößern nicht mehr durch ein verschachteltes Menü klicken, bis man zu der entsprechenden Option kommt, sondern berührt das zu vergrößernde Objekt einfach mit zwei Fingern und zieht diese auseinander. Dies ist nur ein Beispiel wie die Steuerung mittels einfacher Gesten erleichtert wird.
 
Die natürliche Benutzeroberfläche hat darüber hinaus den Vorteil, dass die Bedienung auch unerfahrenen Nutzern leicht fällt, da Parallelen zwischen Handlungen aus dem alltäglichen Leben und der Interaktion mit virtuellen Objekten gezogen und somit bestehendes Vorwissen und Wissensstrukturen angewandt werden. Dieser natürliche Umgang erleichtert unerfahrenen und älteren Menschen die Verwendung dieser Geräte immens.
Ein anderer Vorteil ist die Einarbeitungszeit die man in ein System mit NUI benötigt. Während man bis in die 80er-Jahre noch Monate benötigte, um sich mit der Bedienung mittels Kommandozeile vertraut zu machen und den Rechner beherrschte, brauchte man mit der Einführung der GUI nur noch Wochen. Das NUI verringert diese Dauer nochmal, sodass der Benutzer nur noch wenige Stunden und Minuten benötigt um das System bedienen zu können.
 
Das Natural User Interface ermöglicht dem Menschen somit einen sehr viel natürlicheren Umgang mit dem Computer und erweitert die bisher beschränkten künstlichen Eingabegeräte technischer Bedienoberflächen.

Kommende Blogeinträge
Making The Game – Teil 3: Technische Grundlagen
Making The Game – Teil 4: Multi-Touch Frameworks (Adobe Flash/Air)
Making The Game – Teil 5: Multi-Touch-Geräte und ihre Leistungsgrenzen

 

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